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STIFTUNGEN

Ganz in mittelalterlicher Tradition steht der Stiftergedanke. Schon immer wurden zweckgebundene Geldbeträge für die Fertigung von Altären, Figuren oder Andachtsbildern verwendet. Diese Idee haben wir versucht, in die moderne Zeit zu übertragen.

Die Rekonstruktion der Epitaphien Keup-Speet und Hotmann gehören dazu wie auch die Vervollständigung des Figurenprogramms des Hochkreuzes im Kreuzgang.

Im Unterschied dazu werden bei einer „echten Stiftung" nur die Erlöse des gestifteten Kapitals in den Dienst einer Sache gestellt.

Wenn Sie sich einreihen möchten in die Reihe der Stifter, sprechen Sie uns an. Egal ob die Restaurierung mittelalterlicher Glasfenster, die Rekonstruktion fehlender Figuren oder die Vervollständigung beschädigter Epitaphien – wir beraten Sie gern!

Aktuell können Sie uns mit einer Spende ab 30 Euro bei der Wiederherstellung des Figurenprogramms des Xantener Hochkreuzes unterstützen. Als Dankeschön erhalten Sie eine verkleinerte Replik eines Engels vom Xanter Hochkreuz von 1370 im Maßstab ca. 1:3 Gerne können Sie die Engelfigur an der Domkasse bzw. in der Geschäftsstelle in Augenschein nehmen. Sowohl an der Domkasse als auch in der Geschäftsstelle werden Spenden entgegen genommen. Eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch auch ausgestellt.

Die Epitaphien Keup-Speet und Hotmann

Wir danken Herrn Prof. Dr. Dieter Spethmann und seiner Familie für die Finanzierung der Rekonstruktionen dieser beiden Epitaphien.

Diese benachbarten Objekte befinden sich in der Südostecke des Kreuzganges und bilden den Abschluss der Blickachse des Kreuzgangsüdflügels.

Epitaph Keup-Speet

Keup, + 1576, und Speet, + 1560
Restaurierung und Rekonstruktion 2009-2010

Das Aedikularelief zeigt die Heilung des alten Tobit durch seinen Sohn Tobias nach Tobit 11, hinter Tobit steht der Engel Rafael. Das Hauptrelief zeigt im Hintergrund ein Gastmahl in der freien Natur. Seitlich vom Zentrum ein bärtiger Mann, der sich sinnend auf sein Grabscheit stützt, derselbe wohl, der im Bild hinten rechts schläft, den Spaten in der Hand haltend. Im Vordergrund dann die beiden Kanoniker als kniende Beter. Die ganze Szenerie stellt eine Begräbnisfeier dar, sie versteht sich als bildhafte Umsetzung einer Mahnung, die Tobit seinem Sohn Tobias mit auf den Weg gibt: "Spende dein Brot beim Begräbnis der Gerechten, gib es nicht den Sündern"(Tob 4,17) und auf die die Inschrift Keup – von den beiden Inschrifttafeln ist es die untere – ausdrücklich hinweist.

Epitaph Hotmann

Hotmann, +1529
Restaurierung und Rekonstruktion 2011

Im Relieffeld ist die Himmelfahrt Christi dargestellt. Im Bogen oben entschwebt der Auferstandene zum Himmel; Darunter ist der Ort des Geschehens, nach Apg 1 der Ölberg, mittig zwei Spruchband tragende Engel, rechts und links von der frei bleibenden Mitte unten formieren sich zwei Gruppen von Menschen, von denen die meisten gebannt den zum Himmel auffahrenden Christus mit ihren Blicken verfolgen. Es sind die elf Apostel mit der Gottesmutter Maria, die im Vordergrund Johannes Evangelistes gegenüber kniet, hinter Johannes der Stiftsherr in Kanonikertracht und in der Haltung des betend Knienden; sein Blick geht nach innen, während sich einer der Apostel über ihm zurück zu einem anderen hin wendet.

Ausgeführt wurde die Wiederherstellung der im Krieg stark geschädigten Bildhauerarbeiten als „archäologische Rekonstruktion", d.h. alle noch vorhandenen Originalfragmente wurden am ursprünglichen Ort eingepasst. Das fehlende Steinwerk wurde auf Grundlage historischer Fotografien neu gefertigt, nicht mit Stein zu schließende Fehlstellen und Risse mit Kalkmörtel gefüllt.

Hotmann Trio

Figurenprogramm Hochkreuz

Von 1999 – 2007 erstreckte sich die Erstellung der 2. Hochkreuzkopie. Das ursprüngliche Hochkreuz aus dem 14. Jh: war im 19. Jh. baufällig geworden und musste abgebaut werden. Eine im Stil der Neugotik veränderte und 1904 aufgestellte Kopie erlitt im Krieg starke Schäden, eine Reparatur war nicht sinnvoll. Bei dem von uns geschaffenen Hochkreuz wurde versucht, die neugotischen Veränderungen zum mittelalterlichen Aussehen zurückzuführen – Grundlage hierfür waren noch vorhandene Originalstücke. Die Wiederherstellung des Figurenprogramms wird von Stiftern getragen.

Figurenprogramm Hochkreuz

 

So danken wir für die großzügigen Spenden sehr:

     Herrn Bernhard Ahls St. Paulus
     Frau Maria Geenen St. Petrus
     Frau Agnes Harms St. Johannes
     Herrn Everhard Mingels St. Katharina
     Herrn Prof. Dr. Dieter Spethmann erster von vier Posaunenengeln
Berendonck-Spethmann-Stiftung

„Christus am Ölberg"

Die Skulpturengruppe mit der Darstellung der Ölbergszene gehört zu einem beeindruckenden Zyklus zum Leiden und Auferstehen Jesu Christi im Eingangsbereich des Domes.

Die vier Stationshäuser entstanden nach Abschluss der Arbeiten am Kalvarienberg zwischen 1525 und 1536 geschaffen. Sie wurden von dem hochbedeutenden unbekannten Meister des Kalvarienberges noch begonnen. Von seiner Hand stammen die Jüngerfiguren der Gethsemani-Gruppe, die sich qualitativ von den anderen Figuren unterscheiden. Diese drei Jüngergestalten gelten als das letzte Werk dieses Meisters.

Schmerzlich wurde der Verlust der „Ölbergszene" von vielen Xantenern empfunden, immer wieder über eine Wiederaufstellung diskutiert. Dank der außerordentlich großzügigen Zuwendung durch Herrn Prof. Dr. Dieter Spethmann und seiner Familie wird dieser Traum Wirklichkeit.

Im Juni 2014 konnten die Arbeiten an der Figurengruppe abgeschlossen werden. Hier einige Eindrücke aus der Dombauhütte.

Berendonck-Spethmann-Stiftung