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AKTUELLE PROJEKTE - und was uns sonst zur Zeit beschäftigt...

Ausstellung von Schülerarbeiten

Durch die Unterstützung der Lions in Xanten konnte eine repräsentative Konstruktion erstellt werden, in der Schülerarbeiten ausgestellt werden können. Den Auftakt machten Marienschülerinnen mit Frescos zum Thema: "Der Mensch und das Meer im biblischen Kontext"

Klicken Sie auf das Bild und lesen Sie den Artikel der "NiederrheinNachrichten" vom 31.05.2017

 Fresco220

 

 200 Jahre Marienschule

Zum Jubiläum der Marienschule beteiligte sich auch die Dombauhütte. Entstanden ist eine ganz besondere Rechenmaschine: 20 Kugeln stehen für je 10 Jahre Schulgeschichte. Gefertigt wurden die Kugeln aus Porenbeton von den Schülerinnen. Abschließend wurde jede Kugel farbig gefasst.

ProjektMarienschule

 

 Ausflug nach Israel

Mit reichen Eindrücken aus dem "Heiligen Land" ist eine Abordnung der Dombauhütte zurückgekehrt.

Unsere Tour im März 2017 führte von Sefat über den Golan, See Genezareth, Nazareth und Jerusalem bis ans Tote Meer. Eingeladen hatte unser ehem. Lehrling Ohad Cohen, der nun in seiner Heimat als frischer "Europaen Master of craft" selbständig tätig ist.

 

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Jahresrückschau 2016 aus Sicht des Dombauvereins

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  Neuigkeiten zur "Ölbergstation"

Nach einer langen Konzeptfindungsphase wird es langsam konkret: die Planungen zur Aufstellung der restaurierten "Ölbergstation" stehen vor ihrem Abschluss.

Aufgefallen ist vielen Besuchern das für einen Ortstermin mit Vertretern der Stadt, der Propsteigemeinde und des Dombauvereins aufgestellte Modell.

Lesen Sie hierzu den Artikel der Rheinischen Post vom 10.09.2016 Klicken Sie bitte auf das Bild:

 

2016 09lberg 

 

Bleiverglaste Fenster im Reißboden

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Nach dem Krieg wurden die Bleiverglasungen im Reißboden nicht wieder hergestellt. Nun hat Franca Tödter im Rahmen ihres Schülerpraktikums 2016 das erste Feld fertiggestellt. Aufteilung, Bemalung, Glaszuschnitt, Verbleien und Einbau hat sie mit etwas Hilfe unserer Glasrestauratorin selbsständig durchgeführt.
Danke Franca!

 Neuer Stipes für St. Agatha

Altarstipes für St.Agatha

Für den bisher nur provisorisch aufgestellten Agathaaltar hat der einheimische Feiheitsbruder David Switalla als Meisterstück einen neuen Altarstipes im Herbst 2015 gefertigt. Der Entwurf entstand unter Mitarbeit von J. Schubert und H. Müller in Absprache mit Propst Wittke und Kustos Dr. Grote. Unterstützung kam bei der Fertigung der Sockelsteine und bei der Aufstellung von der Dombauhütte.

Nun freuen wir uns über einen neuen Blickpunkt im Xantener Dom!

Herausforderung Strebewerk
Herr Schubert und Herr Barking
Angespannte Aufmerksamkeit im Sommer 2015: Hans-Wilhelm Barking (links) und Johannes Schubert bereiten den Einsatz der Ratschen vor. FOTOS: Armin Fischer, Quelle RP

Statische Berechnung zum Strebwerk

Seit mehreren Jahren beschäftigt die Xantener Dombauhütte die Sicherung des Strebesystems am Xantener Dom. Erhebliche Risse an den nördlichen und südlichen Pfeilern veranlassten uns, Sofortmaßnahmen zur Sicherung an den nördlichen Chorpfeilern 2013 durchzuführen. Bei einer Inspektion wurden am Pfeiler 26 mehrere Risse am Pfeilerschaft dokumentiert und untersucht. Nach einer Probeentnahme und genauer Vermessung war das Schadensbild klar. Dieser Pfeiler, der nach dem Krieg bis zum Dachansatz erneuert wurde, war durch permanente Durchfeuchtung und Frosteinwirkung stark geschädigt und ist ein Risiko für die Standsicherheit des Systems. Es wurde eine Notsicherung durch den Einsatz von Edelstahlnadeln und zusätzlichen Mörtelinjektagen vorgenommen. Durch die Abdichtung der Pfeilerdächer und Erneuerung der Fugen minimierten wir den Wassereintrag. Ein Vermessungsbüro aus Rheinbach wurde beauftragt, alle Pfeiler und Bögen einzumessen und durch einen Laserscan den Istzustand zu dokumentieren. Dabei stellten wir fest, dass einige Pfeiler mehr als 10 cm von der Lotachse abweichen. Wir müssen davon ausgehen, dass diese Verschiebungen nicht durch unsachgemäße Montage beim Wiederaufbau, sondern durch Bewegungen aus dem Gewölbeschub des Mittelschiffs entstanden. Bei der Öffnung des Pfeilers wurde neben der Durchfeuchtung auch Materialmängel im Pfeilerkern und fehlende Verbindungsklammern festgestellt.

Beim Wiederaufbau wurde aus Ermangelung an Rohstoffen und fehlenden Baufachleuten für unser heutiges Verständnis nicht fachgerecht gearbeitet, sodass eine Sicherung unausweichlich ist. Im Verbund mit Baudynamikern, Baustoffforschern und Denkmalpflegern reifte der schwerwiegende Entschluss den ebenfalls stark geschädigten Pfeiler 28 auf der Südseite bis zum Dachansatz abzutragen und mit geeigneten Materialien wiederaufzubauen.

Um diese Maßnahme durchzuführen sind neben Gerüstbauarbeiten umfangreiche Berechnungen zur temporären Sicherung des Gewölbeschubs erfolgt. Nach Vorgaben der Tragwerksplaner wurden Parafilseile zur Verspannung der Mittelschiffwand durch die Obergardenfenster gezogen. Eine an der Außenwand montierte Lastverteilungstraverse drückte durch die Vorspannung der Seile, auf die Punkte an denen der Gewölbeschub innen anliegt. Durch genaue Messung der Vorspannung wurden die Kräfte aus dem Gewölbeschub und der Zugspannung der Seile ins Gleichgewicht gebracht und bautechnisch neutralisiert. Erst danach konnte der nun funktionslose Pfeiler und Bogen abgetragen werden. Dazu wurden die über 500 Mantelsteine aus Basaltlava mittels Laufkatze und Aufzug demontiert, von Mörtel befreit und auf der Südseite am Boden gelagert. Die Montage mit Spezialmaterialien erfolgte anschließend. Rechtzeitig vor Anbruch der Winterzeit konnten die Arbeiten erfolgreich beendet werden.
Johannes Schubert, Dombauhütte

Fertigstellung der Restaurierung des Salvatorfensters der Domsakristei

Im Februar 2015 wurde die Restaurierung des letzten Sakristeifensters abgeschlossen. Ermöglicht wurden die umfangreichen Arbeiten durch eine Sonderförderung des Landes NRW und des Bistums Münster. Wie der gesamte, aus drei Fenstern bestehende Zyklus in der Sakristei entstand auch diese Glasmalerei in den Jahren von 1533 bis 1547. Im Mittelpunkt steht Christus Salvator, flankiert von Johannes dem Täufer. Im unteren Teil wird die Heimsuchung Mariens gezeigt und der Evangelist Matthäus. Die Zuordnung der dargestellten Bischöfe ist nicht genau geklärt.

 

Restaurierung Salvatorfenster

Rekonstruktion der Figurengruppe "Jesus am Ölberg" der Berendonck-Spethmann-Stiftung abgeschlossen

Dank der großzügigen Unterstützung durch die Familie Prof. Dr. Spethmann konnten die Wiederherstellungsarbeiten an den im Krieg stark beschädigten Figuren der Ölbergstation im Juni 2015  abgeschlossen werden. Bildhauermeister Hilmar Müller hat die Figurengruppe in der Dombauhütte probeweise aufgestellt.

Die Überlegungen zur endgültigen Aufstellung im Umfeld des Südportals sind noch nicht abgeschlossen.

Die Skulpturengruppe mit der Darstellung der Ölbergszene gehört zu einem beeindruckenden Zyklus zum Leiden und Auferstehen Jesu Christi im Eingangsbereich des Domes.

Die vier Stationshäuser entstanden nach Abschluss der Arbeiten am Kalvarienberg zwischen 1525 und 1536 geschaffen. Sie wurden von dem hochbedeutenden unbekannten Meister des Kalvarienberges noch begonnen. Von seiner Hand stammen die Jüngerfiguren der Gethsemani-Gruppe, die sich qualitativ von den anderen Figuren unterscheiden. Diese drei Jüngergestalten gelten als das letzte Werk dieses Meisters.

Kollage Stiftung Ölbergszene

Stiftung Ölbergszene

Peter Parler Preis

Wir gratulieren unserem Bildhauermeister Hilmar Müller zur "Belobigung im Rahmen des Wettbewerbs um den Peter Parler Preis 2015" für beispielhafte Leistungen in der Denkmalpflege.

Die Ehrung wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks an Herrn Müller und den Dombauverein Xanten für die Rekonstruktion der Figurengruppe der Ölbergstation am St. Viktor Dom zu Xanten verliehen.

Peter Parler Preis

Einzeigeruhr in der Westchorhalle

Einigen aufmerksamen Besuchern wird das mit der Jahreszahl 1756 versehene Ziffernblatt im Dominneren aufgefallen sein. Die vom Dombauverein angeregte Restaurierung anlässlich der 750-Jahrfeier 2013 hat gezeigt, dass das im Südturm befindliche Uhrwerk wesentlich älter ist – es stammt von 1554. Dieses und weitere Fakten hat Josef H. Schröer in monatelanger Recherche zusammengetragen. Er und Dieter Goldschmidböing haben es geschafft, das alte Werk fachgerecht zu restaurieren und wieder in Gang zu setzen.

Die Publikation über die Einzeigeruhr ("Die Turmuhrwerke und Zifferblätter im und am Dom zu Xanten") ist zur Zeit leider vergriffen, eine Einsicht ist in der Dombauhütte möglich. Bitte melden Sie sich hierfür bei Herrn Schubert unter 02801-70228.

Aus Respekt vor dem hohen Alter des Uhrwerkes entlastet allerdings ein Elektromotor beim Antrieb des einen Zeigers, der den Stundenverlauf beschreibt. Nun erklingt auch wieder das Glöckchen von 1609 zur vollen Stunde.

Einzeigeruhr in der Westchorhalle